Der Ballonkorb – dein Platz mit Aussicht

Bei einer Ballonfahrt verbringst du die ganze Zeit im Ballonkorb. Er ist Aussichtsplattform, Cockpit für den Piloten und Halterung für Brenner und Gasflaschen zugleich. Und er ist bis heute aus geflochtener Weide – fast wie vor über 200 Jahren. Hier erfährst du, warum das so ist, wie ein Ballonkorb aufgebaut ist und wie du darin stehst.

Warum ist ein Ballonkorb aus Weide?

Moderne Ballone sind voller Technik, und trotzdem setzen fast alle Hersteller beim Korb auf ein Naturmaterial. Dafür gibt es gute Gründe:

  • Leicht: Ein geflochtener Korb wiegt deutlich weniger als ein vergleichbarer Korb aus Metall.
  • Elastisch: Das Geflecht gibt bei der Landung nach, federt Stöße ab und nimmt Energie auf, statt sie an die Insassen weiterzugeben.
  • Robust: Weide und Rattan halten viele Jahre und Tausende Landungen aus.
  • Reparierbar: Beschädigte Stellen lassen sich von einem Korbflechter ausbessern.

Geflochten wird meist aus Weide und Rattan. Damit sich die Ruten biegen lassen, werden sie vor dem Flechten in Wasser eingeweicht. Mehr zu natürlichen Materialien im Ballonsport findest du unter Naturmaterial im Ballonsport.

Wie ist ein Ballonkorb aufgebaut?

Ein Ballonkorb ist mehr als ein großer Weidenkorb. Die wichtigsten Bauteile:

  • Tragende Stahlseile: Das Gewicht hängt nicht am Geflecht. Stahlseile laufen durch die Korbwände und unter dem Boden hindurch und verbinden den Korb mit dem
  • Brennergestell und der Hülle. Das Geflecht bildet die Wände drumherum.
  • Boden: Eine stabile Platte aus Sperrholz, darunter Kufen, die den Korb bei der Landung schützen und das Ziehen über die Wiese erleichtern.
  • Korbrand: Der obere Rand ist gepolstert und mit Leder oder Wildleder bezogen. Hier stützt du dich während der Fahrt ab.
  • Brennergestell: Über dem Korb sitzt der Brenner auf einem Rahmen, der auf gepolsterten Stangen ruht.
  • Gasflaschen: Sie stehen sicher befestigt in den Ecken oder im Pilotenabteil. Wie viel Gas ein Ballon braucht, erklären wir unter Verbrauch.
  • Haltegriffe: Im Inneren gibt es Schlaufen und Griffe, an denen du dich bei Start und Landung festhältst.
  • Trittöffnungen: Aussparungen in den Wänden, über die du in den Korb steigst.
    Abteile: Wo stehst du im Korb?

Größere Körbe sind durch Trennwände in mehrere Abteile unterteilt. In der Mitte steht der Pilot mit den Gasflaschen und Instrumenten, in den Abteilen drumherum die Gäste. Das hat zwei Vorteile: Das Gewicht ist gleichmäßig verteilt, und jeder hat seinen festen Platz mit Halt nach allen Seiten.

Bei kleineren Körben für zwei bis vier Gäste gibt es oft keine oder nur eine Trennwand. Wo genau du stehst, erklärt dir der Pilot vor dem Start in der Sicherheitseinweisung.

Welche Größen gibt es?

Die Größe des Korbs richtet sich nach der Größe der Hülle und der Zahl der Gäste. Grobe Richtwerte:

KorbgrößePersonen inkl. PilotGrundfläche ca.Leergewicht ca.
Klein2–31,0 × 1,2 m60–90 kg
Mittel4–61,4 × 1,8 m100–150 kg
Groß8–131,6 × 3,0 m und mehr200–300 kg

Dazu kommen das Brennergestell und die Gasflaschen, die zusammen schnell mehr wiegen als der Korb selbst.

Startplätze für Heissluftballone - Vorbereitung auf die Ballontour
Der Ballonkorb

Wie kommt man in den Korb?

Du steigst über die Trittöffnungen in der Korbwand ein – das geht leichter, als es aussieht. Bei größeren Körben, bei Wind oder für Gäste mit Einschränkungen steigen alle schon ein, während der Korb noch auf der Seite liegt. Wenn sich der Ballon dann aufrichtet, stehst du bereits auf deinem Platz.

Einige Körbe haben Türen. Wir setzen bei unseren Ballonen bewusst auf Körbe ohne Tür, weil Türen zusätzliches Gewicht bedeuten und das Handling beim Aufbau erschweren. Alles zum Einstieg findest du unter Einstieg in den Ballonkorb.

Sicher bei Start und Landung

Der Korbrand reicht dir je nach Körpergröße etwa bis zur Hüfte oder Brust. So kannst du entspannt hinausschauen und hast trotzdem sicheren Halt.

Vor der Landung nimmst du die Landeposition ein, die dir vor dem Start gezeigt wurde: Knie leicht gebeugt, Rücken in Fahrtrichtung, Hände an den Haltegriffen. Das elastische Geflecht und die Kufen fangen den Bodenkontakt zusätzlich ab. Nach dem Aufsetzen bleibst du im Korb, bis der Pilot den Ausstieg freigibt.

Wie die Hülle wird auch der Korb regelmäßig bei der Nachprüfung des Ballons kontrolliert – vom Geflecht über die Stahlseile bis zu Boden und Kufen.

Unsere Ballonkörbe

Bei Aeroballonsport fahren wir unter anderem mit Körben des deutschen Herstellers Schroeder Fire Balloons, etwa den Modellen V3 und V5, die auch in unserer Pilotenausbildung im Einsatz sind. Welche Ballone wir einsetzen, siehst du unter Unsere Ballone.

Häufige Fragen zum Ballonkorb

Woraus besteht ein Ballonkorb?

Aus geflochtener Weide und Rattan, mit einem Boden aus Sperrholz und tragenden Stahlseilen, die durch die Wände und unter dem Boden verlaufen.

Weil Weide leicht und elastisch ist. Das Geflecht federt die Landung ab und ist langlebig und reparierbar.

Je nach Größe ein bis über 32 Personen einschließlich Pilot(-en). Unsere Ballone nehmen 2 bis 12 Gäste mit.

In der Regel nicht – du stehst während der Fahrt. Für Gäste mit besonderen Anforderungen gibt es spezielle Körbe. Sprich uns bitte vor der Buchung an.

1,10 m und 1,20 m. Er reicht Erwachsenen etwa bis zur Hüfte oder Brust. Kinder sollten groß genug sein, um bequem hinausschauen zu können.

Ja. Das Gewicht hängt an Stahlseilen, das Geflecht federt Stöße ab, und der Korb wird bei jeder Nachprüfung des Ballons kontrolliert.

Selbst im Korb stehen

Am besten verstehst du einen Ballonkorb, wenn du drinstehst – und die Landschaft lautlos unter dir vorbeizieht. Buch deine Ballonfahrt in OWL oder südlich von München.

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